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Home Damenturnverein Damenriege Berichte Reise ins Appenzellerland

Reise ins Appenzellerland

Dame begrüsst. Zuerst erhielten wir in einem Show-Raum mit ziemlichem Brennerei-Geruch eine kurze Einführung, danach besichtigten wir die weiteren Produktionsräume, in denen allerdings nicht gearbeitet wurde. Wohl am meisten fasziniert waren wir Frauen von der Kräuterkammer mit den unzähligen verschiedenen getrockneten Zutaten und den diversen, jetzt wieder angenehmen Gerüchen. Die anschliessende Degustation dauerte um einiges länger als die Führung, und manche deckten sich gleich mit einem Vorrat "Medizin" oder auch mit Crowning's Tea, der ebenfalls in Appenzell gemischt und abgepackt wird, ein.

Es blieb noch etwas Zeit für einen Kaffee, nochmals einen Abstecher in ein Geschäft oder zum Besorgen eines Vollmondbiers von der Brauquöll Appenzell für die daheimgebliebenen Männer, bevor wir uns nach Urnäsch zu unserer Unterkunft im Hotel Krone aufmachten. Mittlerweile herrschte auch schönster Sonnenschein, so dass die Zeit vor dem Nachtessen zu einem Spaziergang, zu einem Aperitiv auf der Sonnenterrasse oder auch zu einem Jässchen genutzt wurde. Danach genossen wir ein sehr feines Abendessen (mit sieben Sorten Gemüse!) und liessen den Tag noch gemütlich ausklingen.

Nach dem reichhaltigen Zmorgenbuffet verstauten wir unser Gepäck im Car und trafen uns beim nahen Appenzeller Brauchtumsmuseum, wo wir wegen der schlechten Wetterprognose am Sonntag kurzfristig eine Führung hatten organisieren können. Und dieses kleine, von aussen unscheinbare Museum entpuppte sich als äusserst reich dokumentierte Welt des ehemaligen Sennenlebens, der alten Handwerkskunst sowie des noch heute ausgeübten Appenzeller Brauchtums wie das Silvesterchlausen oder die Alpabfahrt. Als "Zückerchen" konnten wir uns sogar im Hackbrett spielen, im Schelleschötte und im Talerschwingen üben.

Nach diesen interessanten Einblicken ging unsere Reise weiter über die Schwägalp am wolkenverhangenen Säntis vorbei ins Toggenburg. In Wildhaus im Hotel Sonne machten wir Mittagsrast und wurden wiederum kulinarisch bestens verwöhnt. Weil es mittlerweile  fast wie aus Kübeln schüttete,  lud uns der Car direkt bei der Haustüre wieder auf, um dann nach Sargans weiterzufahren. Vom Schloss genossen wir die zugegeben etwas trübe und nasse Aussicht und genehmigten uns im Rittersaal ein feines Dessert. Anschliessend war es schon wieder Zeit, sich in Richtung Heimat aufzumachen.

Trotz des schlechten Wetters war unsere Reise äusserst abwechslungsreich und interessant, und die zwei Tage vergingen wie im Flug.

 

Karin Huggenberger

 

 

 

 

Dies und das

 

Ueber einige Turnerinnen wurde morgens im Car gespöttelt, weil sie trotz der schlechten Wetterprognose die Sonnenbrille mitgenommen hatten. Aber ohä - nachmittags herrschte dann aber tatsächlich schönster Sonnenschein!

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Unsere Appenzeller Reise hat uns gelehrt: In diesem Kanton ist alles etwas geheim - so auch die genaue Zusammensetzung des Appenzeller Alpenbitters, der neben den 42 Kräutern auch Enzianwurzeln, Anis und Wacholder enthält.

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Eine clevere Geschäftsidee von der Appenzeller Alpenbitter AG: Die an der Degustation gekauften Artikel werden in leuchtend gelbe, angeschriebene Plastiksäcke verpackt, die damit als Gratiswerbung dienen.

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Da unser Hotel nicht so viele Zimmer verfügte, nächtigten einige in einer Suite im nahen "Taubenschlag" - komfortabler als diejenige Turnerin, die in einem Zimmer ohne Aussenfenster untergebracht war.

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Die gleiche Turnerin hat hoffentlich niemanden geweckt, als sie an irgendeine fremde, von keiner Turnerin belegte Zimmertüre klopfte, um etwas Zahnpasta zu erfragen.

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A propos Nachtruhe: Die einen konnten nicht schlafen wegen dem viertelstündlichen sowie morgendlichen Frühmesse-Kirchengeläute, andere wurden empfindlich gestört durch den Lärm eine Frauen-Polterabends.

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Erika hingegen schlief nicht so gut, weil sie ihr Lourdeswasser beim Abendessen auf dem Tisch vergessen hatte. Am Morgen tauchte das Teil wieder auf. Die Serviertochter hatte das Fläschchen nur nicht fortgeworfen, weil sie gedacht hatte, es sei das Spielzeug eines Kindes.

 

 

 

 

 

 

 

 

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04. September 2013